"Was uns verbindet, ist eine gemeinsame Mission"

Da unser Verein durch Menschen getragen wird, die aus ganz unterschiedlichen Umfeldern, Berufs- und Altersgruppen stammen, hat selbstverständlich jeder Helfer seine ganz persönliche und einzigartige Motivation. Es können der generelle Wunsch nach mehr Gerechtigkeit in der Welt, aber auch tiefgreifende Erfahrungen in der eigenen Lebensgeschichte sein, die unsere Helfer motivieren, viele Stunden ihrer Freizeit für die Versorgung bedürftiger Menschen zu verwenden. Sicherlich spielt auch eine große Rolle, dass wir ein tolles Team und unsere Touren jedes Mal eine Zusammenkunft sind, auf die man sich schon den ganzen Tag freut.

Neben den ganz persönlichen Faktoren gibt es natürlich auch eine gemeinsam geteilte Vision. Diese bildet die Basis unseres gemeinsamen Handelns und ermöglicht uns, alle an einem Strang ziehen.

 

Unsere gemeinsame Überzeugung

Wir heben Grenzen auf!

Unsere Arbeit hat eine wichtige gesellschaftliche Implikation. Wo im Alltag oft eine Grenze verläuft zwischen den Menschen in der "Mitte" und denen am "Rande" der Gesellschaft, schaffen wir mit unserem Tun einen Raum der beweist, dass diese Grenze nicht mehr als eine verhängnisvolle gesellschaftliche Konstruktion ist. Wir möchten den "Außenseitern" der Gesellschaft, die sonst zu oft übersehen werden, eine Lobby geben und ihnen ein Sprachrohr in die Gesellschaft hinein sein.

Unsere Mission steht im Mittelpunkt!

Auch wenn es leider nicht ganz ohne Verwaltung und Organisation geht: Die verfügbaren Geldmittel und Sachspenden kommen im höchstmöglichen Maße unmittelbar unseren Gästen zugute. Unsere Arbeit findet daher zum größten Teil direkt auf der Straße oder bei der Vorbereitung unserer Touren statt.

Für uns sind alle Menschen gleich!

Wir befassen uns immer unvoreingenommen mit dem Menschen, der vor uns steht und bewerten ihn nicht nach Aussehen, Herkunft, Vergangenheit, Schicksal, Fähigkeiten oder sonstigen Kategorien.

Jeder kann wirksam sein!

Um anderen etwas Gutes tun zu können, muss man über keine besonderen Fähigkeiten verfügen. Nächstenliebe und Fürsorge sind keine Themen, für die ausschließlich „die anderen“ in Form bestimmter Experten oder Berufsgruppen, etwa Psychologen oder Sozialarbeiter, zuständig sind. Wir glauben, dass jeder Mensch mit Empathie schon alleine durch seine Offenheit, sein Interesse und die damit verbundene menschliche Achtung etwas ganz Wesentliches bewirken kann. Essen und Trinken sind oft ein Türöffner zur Seele.

Verlässlichkeit schafft Vertrauen!

Das Leben unserer Gäste ist häufig geprägt von Angst und Unsicherheit. Das beginnt bei elementaren Fragen wie der nach einem Schlafplatz für die kalte Nacht oder ob das noch verbleibende Geld ausreicht, den Tag zu überstehen. Außenstehende reagieren zudem -zumeist aus eigener Unsicherheit- mit Vorbehalten oder Vorurteilen, so dass auch der Beistand durch andere Menschen und damit das Vertrauen ein großer Unsicherheitsfaktor ist. Aus diesem Grund finden unsere Touren regelmäßig dreimal in der Woche selbst bei Wind und Wetter statt und unsere Gäste wissen, dass sie bei uns immer willkommen sind. Nur dadurch kann unsere Aktivität etwas sein, das als Fels im reißenden Strom erlebt wird und auf das unsere Gäste sich den ganzen Tag freuen können.

Wir sind neutral, vertreten aber die Grundwerte der Gesellschaft!

Wir sind uns bewusst, dass wir uns in einer Doppelrolle befinden, die ein stetiges und situatives Abwägen erfordert. Zum einen nehmen wir alle Menschen so an wie sie sind, auch wenn sie nicht den üblichen Normen und Werten der Gesellschaft entsprechen. Auf der anderen Seite vertreten wir aber die Grundwerte des Zusammenlebens und der öffentlichen Ordnung, da wir innerhalb des Bezugssystems Gesellschaft agieren und die faire und gleiche Behandlung aller Gäste sonst nicht möglich wäre.

Wir distanzieren uns von:

  • Rassisimus, Faschismus und Fremdenfeindlichkeit

  • Kriminalität  und Gewalt